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Rechtsvorschriften hinsichtlich Internet, die man oft immer vergisst

Das Internet ist ein zentraler Bestandteil des Alltags des Menschen. Kaum ein Bereich heutzutage kann noch ohne das Internet funktionieren, sei es der Handel oder die Informationsbeschaffung. Auch die Kommunikation des Menschen hat sich durch das Internet maßgeblich verändert. Täglich nutzen wir das Internet für eine Vielzahl an Aufgaben und Tätigkeiten. Dabei vergisst man als User schnell, dass es sich auch beim Internet, um einen Bereich handelt, der durch Gesetze und Rechtsvorschriften reguliert wird. Im Gegensatz zu anderen Gebieten ist jedoch das Internet ein Bereich, der kein eigenes zugewiesenes Gesetz hat. Beim Internetrecht handelt es sich vielmehr, um ein rechtliches Teilgebiet, bei dem Bestandteile des Medienrechts und des Kommunikationsrechts und vielen anderen Rechtsbereichen Anwendung finden. So ergeben diese Rechtsbestandteile in ihrer Gesamtheit das umgangssprachliche Internetrecht. Nichtsdestotrotz müssen User bei der Nutzung des Internets auf diverse rechtliche Regeln achten, die folgend näher beleuchtet werden sollen.

  1. Copyright
Der Inhalt des Internets und der Inhalt der einzelnen Webseiten sind werden mit dem Copyright-Recht geschützt. Auch wenn zum Beispiel ein Text im Internet frei verfügbar ist, bedeutet dies nicht, dass man als Leser den Text für eigene Zwecke einfach kopieren und wiederveröffentlichen kann. Die Rechte des Inhalts gehören dem Autoren. Ein weiterer Bereich des Copyrights im Internet umfasst zum Beispiel Bilder. Bilder und Videos sind genauso wie textliche Inhalte geschützt und können nicht einfach weiterverwendet werden. Um sicherzugehen, sollte man sich auf Stock-Images-Anbieter verlassen, die gegen eine Gebühr oder kostenfrei Bilder mit einer Lizenzberechtigung zur Verfügung stellen. In Deutschland werden die Copyrights durch das Urheberrecht geschützt.
  1. Strafrecht
Aktionen im Internet die rechtswidrig sind werden durch das Strafrecht verfolgt. Darunter zählen vor allem Pornographie, Volksverhetzung, Computerbetrug und Scams, Datenveränderung, Ausspähen von Daten sowie Computersabotage, aber auch vieles weitere.
  1. Domainrecht
Ein sehr zentraler Punkt im Rechtsgebiet des Internetsrechts ist das Domainrecht, das sozusagen Namens, - und Markenrecht im Internet durch die Domainnamen schützt. Im Allgemeinen spricht man hier von einem Prioritätsprinzip, so behält sich derjenige das Recht vor, wer einen Domainnamen als erstes sichert. In diesem Teilbereich setzen viele Experten auch den e-Commerce an, der als einer der Ersten klaren Rechtsgebiete des Internets darstellte. Da das Internet zu einer der wichtigsten modernen Handelsplattformen geworden ist, spielen diese Rechtsvorschriften eine besonders wichtige Rolle und arbeiten mit Teilen des Telemediengesetz Hand in Hand.
  1. Datenschutz
Ein ganz besonderer Bereich, der nicht zuletzt aufgrund der vielen internationalen Skandale in den letzten Jahren für viel Kontroverse und Aufmerksamkeit gesorgt hat, ist der Datenschutz. Datenschutzrichtlinien stellen einen maßgebenden Bestandteil des Internets dar und für viele liegt hier auch die größte Gefahr bei der Nutzung des Internet. Fazit: Im Allgemeinen muss man sagen, dass das Internet genauso wie die “echte” Welt, durch Vorschriften und Regelwerke kontrolliert und reguliert wird. Obwohl es sich um eine virtuelle Welt handelt, bedeutet dies nicht, dass man Schalten und Walten kann, ohne jegliches rechtliches Verantwortlichkeitsbefinden. Die Gesellschaft nimmt diese Verstöße zunehmend ernster, was auch an den Behörden deutlich wird, die gegründet wurden, um Cyber-Kriminalität auf den Grund zu gehen und gemäß den rechtlichen Verordnungen zu bestrafen

Weshalb Sie keine Angst vor Rechtsklagen haben sollten?

Niemand möchte Bestandteil einer Rechtsklage sein, das ist sicherlich klar. Alle würden Differenzen lieber durch außergerichtliche Verhandlungen aushandeln und hier eine Einigung finden. Das ist jedoch nicht in allen Streitfragen aus vielen unterschiedlichen Gründen möglich und so muss man sich in manchen Umständen auf einen gerichtlichen Prozess einstellen. Vor allem wenn man wütend wird, droht man der Gegenpartei oft eine Anzeige an. Manchmal wird man auch in einen Rechtsstreit verwickelt, ohne tatsächlich mit böser Absicht gehandelt zu haben. Vor allem bei Copyright-Rechten kann dies durchaus sehr schnell passieren und stellt heutzutage ein häufiges Phänomen dar. Anzeigen und Rechtsklagen kommen aber prozentual viel seltener vor, als man es sich vorstellen mag. Obwohl man oft mit einer Rechtsklage droht, ist sie verhältnismäßig ein Werkzeug, das nur in extremen Situationen auch tatsächlich umgesetzt wird. Die Gründe hierfür sind einige und stellen auch das Argument dar, weshalb man vor einer Rechtsklage im Allgemeinen keine übermäßige Angst haben sollte.

  1. Kosten
Die Kosten für einen rechtlichen Prozess sind in den USA sowie in Europa hoch. Dabei sollten auch die Anwaltskosten in Betracht gezogen werden. Viele Anwälte rechnen nämlich ihre Gebühren mit einem stündlichen Kostensatz, der oft auch schon mal die 50 bis 60 Euro im Durchschnitt überschreiten kann. So können dem Kläger, sollte er keine Rechtsschutzversicherung halten, für ein Klageverfahren schon mal Tausende von Euro in Rechnung gestellt werden. Die meisten Menschen haben dieses Kapital nicht einfach in der Schublade oder Bank herumliegen, so wird man sich es schon zweimal überlegen, die Drohung einer Klage auch tatsächlich in die Tat umzusetzen.
  1. Gerichtsstand des Vertrages
Vor allem bei Online-Geschäften, die heute immer häufiger den Umstand einer Klage darstellen, kann der Gerichtsstand sich vom Wohnort des Klägers massiv unterscheiden. Sollte das Gesetz einen Gerichtsstand in einem entfernten Ort dem Kläger zuweisen, entstehen diesem nicht nur Reisekosten, sondern auch organisatorische Hindernisse, wie die Urlaubsnahme von Arbeitsplatz, um an den Prozessen teilnehmen zu können. Dabei kommt der Kläger nicht mit nur einem Besuch davon, da sich kein Gerichtsprozess von nur einem auf den anderen Tag umsetzen lässt.
  1. Anwälte
Sollte einem eine Klage oder Anzeige drohen, muss man sich vor Augen halten, dass man bei dieser Herausforderung nicht alleine gelassen ist. Anwälte sind fundierte Fachleute, die bei der Annahme eines Klient dazu verpflichtet sind, in seinem besten Interesse zu handeln. Ferner werden Anwälte auch viel besser in der Lage sein, mit der Gegenpartei außergerichtliche Verhandlungen durchzuführen, da bei einer selbstständigen Verhandlung meist die eigenen Gefühle und Emotionen nicht nüchtern in Schach gehalten werden können.
  1. Zeit,- und Nervenaufwand
Eine Rechtsklage für den Kläger bedeutet sehr viel Zeitaufwand und Nerven, die dabei verloren gehen. Sollten außergerichtliche Verhandlungen scheitern, folgt ein gerichtlicher Prozess, welcher sich auch schon mal über mehrere Jahre hinziehen kann. Auch die geschickten Manöver der Anwälte der Gegenpartei kann einem Kläger gewaltig Nerven kosten.
  1. Umsetzung des Gerichtsbeschluss
Auch wenn man am Ende eines Prozesses als Gewinner fest steht, bedeutet dies nicht, dass das Gerichtsurteil auch so einfach umgesetzt werden kann. Schuldet jemand einer anderen Partei zum Beispiel Geld, ist es auch eine Frage, ob diese Personen momentan über das Kapital verfügt, die Zahlung umzusetzen.

Internet Betrüge an Senioren die es zu vermeiden gilt

Immer wieder liest man davon in den Zeitungen und im Internet: ahnungslose Senioren die auf heimtückische Art und Weise von Betrügern hereingelegt werden und Unsummen an Geld verlieren. Neben den fast schon antiken Tricks wie der „Enkel-Masche“ und anderen Methoden, die vorwiegend am Telefon durchgeführt werden, ist das Internet heutzutage ein viel größerer Sammelplatz für Betrugsfälle. Viele richten sich dabei gezielt an Senioren, in dem Vermuten, dass diese weniger affin zu den neuen Medien sind und sich daher als leichtere Opfer darstellen. Dabei richtet sich das Augenmerk verstärkt darauf, mit falscher Produktwerbung Geld zu verdienen. Eine recht moderne Betrugsmasche im Internet ist die Vermarktung und der Verkauf von Pflegeprodukten, die angeblich bei alternder Haut gut helfen sollen. Besonder fiktive Botox-Packungen sind in den vergangenen Jahren im Umlauf gewesen, mit denen sich viel Geld bei Senioren machen ließ, die im hohen Alter immer jünger aussehen wollen. Noch banaler als eine kompliziert aufgezogene Masche mit Pflegeprodukten ist sogar das Internet an sich. Da immer mehr Senioren online sind, aber nicht unbedingt das große fundierte Wissen haben, was man besser nicht anklicken sollte, lässt sich mit PopUps und anderen, nervigen Werbeträgern schnell eine Goldgrube für Betrüger finden. Und wenn man dann versucht, mit etwaigen Kundenberatern darüber am Telefon zu sprechen, entpuppen sich diese oft als Teil der Verschwörung und sorgen dafür, dass sich Senioren dennoch fälschlicherweise sicher fühlen. Wer nicht weiss, was sich hinter manchen Produkten und Links versteckt, kann viel zu leicht die eigenen Bankdaten preisgeben und schon kann es sein, dass große Summen vom Konto abhanden kommen. Besonders was Geld und Investitionen betrifft, ist das Internet ein Sammelsorium an manchmal sehr verdächtigen Personen und Unternehmen. Wer erinnert sich nicht an das Schneeball-System von Bernie Madoff, welches auf immer mehr Menschen beruhte und irgendwann zusammenbrach. Auch solche Szenarien sind möglich im Internet, wo dubiose Investoren nach gutgläubigen Senioren suchen,um diese um ihre Rente zu erleichtern. Und dann sind da noch die vielen E-Mails, die zwar eigentlich direkt in den Spam-Order wandern sollten, aber manchmal eben doch den Weg in die bekannten Ordner schaffen. Dort wird dann oft von einem Prinzen aus Nigeria erzählt, der mithilfe einer Person aus Europa (oder Deutschland) eine größere Summe Geld aus seinem Land schaffen will. Die Hilfe einer gutgläubigen Person – wie es Renter des öfteren mal sind – soll dann fürstlich entlöhnt werden. Um all das in die Wege zu leiten, werden lediglich die persönlichen Bankdaten und Zugangscodes benötigt und schon kann es losgehen. Klingt viel zu verlockend, um es abzulehnen, nicht wahr? Zusammenfassend kann man sagen, dass es immer noch viel zu viele Betrugsmaschen im Internet gibt. Daher sollten sich Senioren, die sich vielleicht noch nicht so gut im Netz auskennen, mit Freunden und Familie auseinandersetzen, denen sie vertrauen können, um mehr darüber zu lernen, worauf man im weltweiten Netz achten sollte.